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Die Unterschiede von Menstruationstassen

Mittlerweile gibt es so viele verschiedene Menstruationscups in unterschiedlichen Grössen, Formen, Farben und Härtegraden, dass man sich fragt, welche Menstruationstasse wirklich zu einem passt und was die unterschiedlichen Werte genau zu bedeuten haben. In der Tat gibt es ein paar Details über die verschiedenen Cups und den eigenen Körper zu wissen, um sich für den Richtigen zu entscheiden. In diesem Artikel erfährst du wie die verschiedenen Werte zu deuten sind.

Die Grösse  / Die Weite

Die meisten Anbieter von Menstruationscups bieten zwei bis drei Grössen von ihren Cups an. In der Regel benutzt du für eine schwache Blutung einen kleinen Cup und für eine stärkere Blutung einen grösseren. Es gibt auch Frauen, die zwei Grössen besitzen und an den stärkeren Tagen den grösseren verwenden und an den schwächeren den kleinen. Viele Hersteller empfehlen die kleinere Grösse für junge Frauen, die noch nie entbunden haben und die grösseren Grössen für ältere Frauen, so ab 28 und Frauen, die bereits vaginal entbunden haben. Diese Empfehlung hängt damit zusammen, dass kleinere Cups auch eine geringere Weite (Durchmesser an der breitesten Stelle) haben als kleinere und Frauen, die noch nie entbunden haben oftmals eine schmalere Vagina haben, also solche die bereits entbunden haben oder schon etwas älter sind. Da unsere Körper aber sowieso alle unterschiedlich sind, trifft das nicht immer zu. Es macht sicher Sinn, sich bei der Wahl der Grösse in erster Linie nach der Stärke der Blutung zu richten. Wenn du allerdings sehr jung bist und noch kein Kind geboren hast, würden wir dir zum Starten ebenfalls eine kleinere Grösse empfehlen. 

Die Höhe / Länge

Die Höhe hängt natürlich auch mit der Grösse des Cups zusammen. Kleinere sind weniger hoch bzw. lang als grosse. Dieser Wert unterscheidet sich aber auch von Modell zu Modell nochmals. Hier geht es darum wie lang deine Vagina ist, bzw. wie hoch oder tief dein Muttermund sitzt. Bei einem tiefen Muttermund brauchst du einen kurzen Cup, damit du diesen bequem tragen kannst, ohne dass du jeweils das Gefühl hast, er rutscht dir raus. Wenn dein Muttermund hoch sitzt, benötigst du einen langen Cup, damit du diesen zum rausziehen noch gut greifen kannst. Einige Cups haben zwar einen langen Stiel, dieser ist aber nicht geeignet zum rausziehen. Dein Cup saugt sich mit einem Vakuum um deinen Muttermund an. Dieses Vakuum muss mit Druck auf den Cup zuerst gelöst werden, bevor du diesen am Stiel rausziehen kannst.

 

Hier erfährst du mehr zum Muttermund und wie du dessen Höhe bestimmst.

Die Festigkeit / Härtegrad / shore

Zwar sind alle Menstruationstassen aus medizinischem Silikon und doch gibt es Cups, die eher fest und hart sind vom Material her und solche die sehr weich sind. Teilweise liest du auch den Begriff Shore, dies ist ein Wert für die Festigkeit oder die Härte des Silikons, der für die Herstellung des Cups verwendet wurde. Dabei bedeutet ein Shore bis 35 weich, bis 50 mittel und ab 55 hart. Festere Cups haben mehr Spannung und öffnen sich schneller und mit mehr Schwung. Insgesamt sind sie stabiler bei Druck. Sie eignen sich daher eher für Frauen mit sehr starkem Beckenboden. Hier besteht nämlich sonst die Gefahr, dass der Cup beim Husten, Niesen oder allgemein bei Muskelkontraktionen zusammengepresst wird und somit überschwappt.

 

Bei einem schwachen Beckenboden kann es dafür sein, dass dieser den Cup nur schwer halten kann und die Frau diesen teilweise auch als störend empfindet. Hier eigenen sich weiche Cups besser. Sie gehen sanfter auf und schmiegen sich besser an den ebenfalls weichen Beckenboden.

 

Sehr häufig haben Frauen aber auch einfach einen mittelstarken Beckenboden, deshalb eignen sich Cups mit mittlerer Stärke für viele Frauen.

 

Hier erfährst du, wie mehr über deine Beckenbodenstärke erfährst.


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