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Die Sache mit den guten Vorsätzen

Hast du dir fürs neue Jahr auch gute Vorsätze gemacht? Das ist super... Nicht nur am Jahresende, sondern das ganze Jahr durch. Wer sich nämlich was vor nimmt und etwas verändern will, setzt sich aktiv mit seinem Leben und möglichen Verbesserungen auseinander. Aber leider passiert es häufig, dass die guten Vorsätze nicht lange halten. Entweder man verliert die Lust oder vergisst sie ganz einfach im Alltag. Woran liegt das? Und wie schaffst du es, dass du mit deinen guten Vorsätzen wirklich eine langfristige Veränderung schaffst? Mit den folgende 10 Tipps, wirst du es schaffen, nachhaltige Veränderungen in dein Leben zu bringen.

1. Weniger ist Mehr

Nimm dir ruhig mehrere Vorsätze, schreib alles auf, was du gerne verändern möchtest. Aber wähle dann am besten nur einen Vorsatz, der DIR am wichtigsten ist. Wir sind Gewohnheitstiere, Veränderungen in unserem Alltag und die Druchbrechung von langjährigen Mustern oder teilweise auch liebgewonnenen Angewohnheiten brauchen viel Aufmerksamkeit. Es wird dir viel leichter fallen, wenn du nicht gleich dein ganzes Leben umstellst, sondern wenn du dich Schritt für Schritt und in kleinen Etappen deinem Ziel näherst.

2. Werde konkret...

Bleib bei deinen Vorsätzen nicht oberflächlich. Mit Vorsätzen wie "ich möchte mehr Sport treiben" oder "ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen" oder "ich möchte weniger mit meinen Kindern schimpfen" kann dein Unterbewusstsein nicht viel anfangen. Du brauchst ein klares Ziel. Überlege dir also, was sich am Ende des Jahres verändert haben soll bzw. wie es dann sein soll und zwar ganz konkret. Bspw. "ich gehe einmal pro Woche ins Yoga und jogge einmal pro Woche" oder "ich nehme mir jeden Tag eine Stunde Zeit für meine Kinder, einen Abend pro Woche widme ich nur meiner Frau und ein Wochenende pro Monat verbringe ich mit meiner Familie" oder "Ich habe alternative Strategien zum Schimpfen entwickelt". 

3. ...aber bleibe realistisch

Was kannst du wirklich schaffen? Was ist realistisch zum jetzigen Zeitpunkt in deinem Leben? Dein Vorsatz soll für dich auch umsetzbar sein, denn sonst ist Scheitern vorprogrammiert. Anstatt dass du gleich 20kg abnehmen möchtest, nimm dir mal 5kg vor. Anstatt täglich 30min zu meditieren, beginne mit drei mal pro Woche 10min. Wähle bewusst Ziele, die du schaffen kannst, dann ist es viel leichter dran zu bleiben, weil dein Vertrauen in dich wächst.

4. Formuliere positiv

Formuliere deinen Vorsatz positiv. Nicht "ich möchte nicht mehr rauchen" sondern "ich werde Nichtraucher" oder "ich will nicht mehr so viel Süsses essen" sondern "ich esse mehr Früchte und Gemüse". Dein Unterbewusstsein blendet nämlich das nicht oder kein einfach aus. Formuliere wo du hinwillst und nicht wo du nicht hinwillst.

5. Plane die Umsetzung

Dieser Schritt ist ganz wichtig. Du weisst jetzt bereits konkret wo du hin willst. Nun brauchst du aber noch eine Wegbeschreibung, damit du weisst, wie du da hinkommst. Also eine Handlungsanleitung für den Alltag. Sei auch hier ganz genau und plane gut. Überlege dir, was du im Alltag verändern kannst, damit du ans Ziel kommst. Es gibt Vorsätze, wo das relativ klar ist, bei anderen musst du dir mehr Gedanken machen. Überlege dir auch bereits, wo es Stolpersteine geben könnte und wie du die umgehen kannst. Bleibe auch hier realistisch und setze die Ziele nicht zu hoch - mache es dir möglichst einfach.

6. Mache es schriftlich

Was du aufschreibst, wird automatisch konkreter, durchdachter und verbindlicher. Am besten nimmst du ein schönes Notizbuch und schreibst dir deine guten Vorsätze, das konkrete Ziel und auch die genaue Umsetzung für den Alltag auf. Hier kannst du dir auch deine Fortschritte und Etappenziele notieren. Das motiviert zum Weitermachen.

7. Gehe Schritt für Schritt

Häufig überfordern grosse und langfristige Projekte. Der Berg scheint so gross und hoch, dass du gar keine Lust hast, anzufangen und der Vorsatz scheitert schon in der Startphase. Deshalb nimmst du dir vor, die Veränderung in einem ersten Schritt lediglich drei Wochen durchzuführen. Drei Wochen, das ist überschaubar und erscheint machbar. Und drei Wochen braucht dein Gehirn, um sich eine neue Angewohnheit anzutrainieren. Die Chance ist daher gross, dass du dich nach drei Wochen schon so grossartig fühlst, dass du gar nicht mehr zurück willst und es dir ganz leicht fällt, einfach weiterzumachen.

8. Weihe andere in deine Pläne ein

Erzähle deinen Freunden, Arbeitskollegen oder dem Partner oder Partnerin von deinem Vorsatz. Das hat viele Vorteile. Du machst deinen Vorsatz verbindlicher und gibst ihm ein grösseres Gewicht. Es wird so zu einer wichtigen Angelegenheit. Je nach Vorsatz, bringen dich die Freunde so nicht in für dich heikle Situationen, bspw. wenn du mit dem Rauchen aufhören möchtest. Hie und da triffst du auf Menschen, die vielleicht sogar in derselben Situation sind wie du.

9. Suche dir Gleichgesinnte

Veränderungen fallen in der Gruppe oder mit einer Partnerin oder einem Partner einfacher als alleine im stillen Kämmerlein. Ihr könnt euch gegenseitig motivieren, austauschen, Tipps geben. Vielleicht findest du ja in deiner Familie, im Freundeskreis oder bei der Arbeit auf Gleichgesinnte und ansonsten findest du in Facebook Gruppen für fast alles.

10. Was wenn es doch nicht klappen will?

Rechne schon zu beginn damit, dass du Rückschläge erlebst und nicht immer gleich motiviert bist. Das ist ganz normal und auch nicht weiter schlimm. Lass dich davon nicht runterziehen und beginne einfach wieder von vorne.

Oder hast du das Gefühl, dass du nicht vom Fleck kommst und dass es einfach nicht funktioniert? Dann überlege dir folgende Fragen:

  • Ist mir der Vorsatz, die Veränderung wirklich wichtig? Ist es mein Vorsatz oder möchte jemand anderes diese Veränderung?
  • Ist mein Ziel konkret formuliert?
  • Ist es realistisch? Kann ich das wirklich schaffen?
  • Wie wichtig nehme ich meinen Vorsatz im Alltag?
  • Zu welchen Zeiten / Tagen gelingt mir die Umsetzung und warum?
  • Was sind die Stolpersteine?
  • Habe ich Menschen in meinem Umfeld, die mich motivieren können und mit denen ich mich austauschen kann? Wer könnte das sein? Wenn nicht, wo könnte ich Unterstützung finden?

Am besten beantwortest du dir diese Fragen wieder schriftlich in deinem Notizbuch. Damit kannst du analysieren, woran es liegen könnte und dir deine Strategie dementsprechend anpassen.

Ich wünsche dir ein tolles, ereignisreiches und glückliches Jahr 2020. Und natürlich viel Motivation und Spass beim Umsetzen deiner Ziele. Ich freue mich, von dir zu lesen, was dir gelingt und wo deine Stolpersteine sind.

 

Daniela

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